Schachklub CAÏSSA Hermsdorf-Frohnau e.V. (Berlin)
Max' Montags-Mysterium (Löserwettbewerb für Schachprobleme) 2021/2022: 43. Aufgabe
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Allgemeine Informationen

Max Witte hat einen wöchentlichen Löserwettbewerb (Max' Montags-Mysterium) für Schachprobleme ins Leben gerufen. Eine gute Idee! Einsendeschluss (idealerweise per Mail an Max Witte) ist jeweils Sonntag, 24 Uhr. Viel Spaß!

43. Schachproblem (Einsendeschluß 15. Mai 2022)

Die hier und in den folgenden Wochen benutzte Terminologie versteht sich in den meisten Fällen nicht von selbst und ist jeweils erklärungsbedürftig. Sie geht auf Ludwig Zagler (Zur Systematik der Einzügerkonstruktionsthemen, feenschach 10/1972) und Erich Bartel (Einzügerrekorde mit minimalem Material, Augsburg 1984) zurück. Bei freiwilligen Mattduldungen geht es um Folgendes:

  • Im Satzspiel (d. i. das Geschehen, das sich entwickelt, wenn Schwarz statt Weiß am Zuge wäre) kann Schwarz mattsetzen, muss es aber nicht.
  • In der Ausgangsstellung kann Weiß zulassen, dass er mattgesetzt wird, er muss es aber nicht: Jeder seiner Züge, der das Matt zulässt, heißt freiwillige Mattduldung.

In der (legalen) Ausgangsstellung gibt es keine Umwandlungsfiguren. Umwandlungszüge des Weißen sind nicht zulässig, Umwandlungszüge des Schwarzen im Satz oder nach dem weißen Zug schon.

Der Rekord mit minimalem Material ist die folgende Konstruktion:

Beispiel: Hans Gruber, Problemkiste 1983 [PDB-Nr. P1013572]

Beispielstellung zur 43. Aufgabe Nr. 1

1 + 2 Steine, 1 freiwillige Mattduldung, Effizienz = 1/3 = 0,33
(Man beachte, dass gemäß der Definition Bartels Umwandlungszüge – und sogar Umwandlungsfiguren – bei Stücken mit minimalem Material zugelassen sind.)

Die mickrige Effizienz täuscht. Schon mit 4 Steinen hat man eine Effizienz > 5:

Beispiel: Max Witte, Urdruck

Beispielstellung zur 43. Aufgabe Nr. 2

2 + 2 Steine, 22 freiwillige Mattduldungen – mit Dualen, Effizienz = 22/4 = 5,5

Wie früher bereits erwähnt, hat Bartel in seinem grundlegenden Büchlein Einzügerrekorde mit minimalem Material, Augsburg 1984, im Falle minimalen Materials Mattduale ausgeschlossen, während wir sie in unserem Wettbewerb ausdrücklich zulassen (in meinem Beispiel gibt es z.B. den Mattdual 0...Dd1/e1#).

Generell gilt das Vorkommen von Dualen in Einzügerrekorden nicht unbedingt als verpönt, wie das folgende Stück zeigt:

Beispiel: Wolfgang Dittmann, mit vertauschten Farben in feenschach 10/75 [PDB-Nr. P1178928]

Beispielstellung zur 43. Aufgabe Nr. 3

9 + 16 Steine, 135 erzwungene Mattduldungen mit Umwandlungszügen

Hier gibt es schon im Satzspiel den Trial 0...de/Tg1/Dg1#, der sich dann nach Dutzenden von weißen Themazügen wiederholt.

Puristen wie Bartel und andere, die Duale in Einzügerrekorden ablehnen, vermerken das regelmäßig in der Forderung:

Beispiel: Ludwig Zagler, mit vertauschten Farben in feenschach 6/1974 [PDB-Nr. P1179531]

Beispielstellung zur 43. Aufgabe Nr. 4

28 + 5 Steine, 244 freiwillige dualfreie Mattduldungen in illegaler Stellung

Zurück zum Thema:

Nach meinen Untersuchungen steigt mit zunehmender Steineanzahl die Maximalzahl an freiwilligen Mattduldungen weiter an, bis sie bei einer Steineanzahl von 8 ein Maximum > 8 annimmt.

Das absolute Maximum (also das Maximum von thematischen Zügen) auf dem Gebiet der freiwilligen Mattduldungen ist mir nicht bekannt. Ich habe diesbezüglich auch keinen Vorschlag. Mich interessiert eher das Effizienzmaximum.

43. Aufgabe:

Konstruiere einen legalen 8-Steiner ohne Umwandlungsfiguren mit möglichst großer Effizienz bezüglich freiwilliger Mattduldungen. Der Quotient freiwillige Mattduldungen/8 möge also maximal sein. Eine freiwillige Mattduldung liegt vor, wenn 1.) Schwarz, wäre er am Zug, mattsetzen könnte. 2.) Weiß das Matt parieren kann, aber nicht muss. Keine weißen Umwandlungszüge sind zulässig, wohl aber schwarze im Satz oder nach den weißen Themazügen.

Zurück zur Übersicht über die bisherigen Aufgaben & Lösertabelle.

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