Schachklub CAÏSSA Hermsdorf-Frohnau e.V. (Berlin)
Max' Montags-Mysterium (Löserwettbewerb für Schachprobleme) 2021/2022: 23. Aufgabe
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Allgemeine Informationen

Max Witte hat einen wöchentlichen Löserwettbewerb (Max' Montags-Mysterium) für Schachprobleme ins Leben gerufen. Eine gute Idee! Einsendeschluss (idealerweise per Mail an Max Witte) ist jeweils Sonntag, 24 Uhr. Viel Spaß!

23. Schachproblem (Einsendeschluß 31. Oktober 2021)

Wir beginnen unseren Grundkurs über Einzügerrekorde mit dem einfachsten aller Themen: mit freiwilligen Mattsetzungen. Was sind freiwillige Mattsetzungen? Das sind solche, zu denen man nicht gezwungen ist. Der Unterschied möge durch die beiden folgenden Diagramme deutlich werden:

Erich BartelMax Witte
feenschach 5, 1971Urdruck
Beispielstellung zur 23. Aufgabe Nr. 1Beispielstellung zur 23. Aufgabe Nr. 2
2 + 1 Steine3 + 2 Steine
5 freiwillige Mattzüge5 erzwungene Mattzüge

Der absolute Rekord in punkto freiwillige Mattsetzungen (in legaler Stellung ohne Umwandlungsfiguren und –züge) steht zurzeit bei 43 Mattzügen und wurde bereits im Jahre 1882 erzielt:

Beispiel: Heinrich Friedrich Ludwig Meyer, A Complete Guide to the Game of Chess, 1882, Korrektur H. A. Turnbull

Beispielstellung zur 23. Aufgabe Nr. 3

11 + 2 Steine
43 freiwillige Mattzüge

Die zuletzt gezeigte Stellung wurde von Meyer ursprünglich ohne sBa5 veröffentlicht, ohne den die Stellung illegal ist (Schwarz ist ohne Ba5 im Retropatt). Dieser Fehler wurde von Turnbull entdeckt und die korrigierte Fassung im Juni 1967 im British Chess Magazine veröffentlicht.

Erich Bartel war meiner Recherche zufolge der erste, der auf die Idee kam, die Anzahl der Figuren bei der Forderung freiwillige Mattsetzungen (und nicht nur dort) zu begrenzen. Den Dreisteiner, die weiter oben zu sehen ist, fand ich in seinem Büchlein Einzügerrekorde mit minimalem Material, Augsburg 1984.

Angesichts der drei oben gezeigten Diagramme kam ich auf die Idee, mit dem Quotienten Anzahl der Mattzüge/Anzahl der Steine eine Art mittlere Effizienz der Steine zu berechnen, d.h. die Anzahl von Mattsetzungen, die jeder Stein im Mittel zum Mattsetzen beiträgt.

Bei Bartel (1. Diagramm) ist beispielsweise die Effizienz 5/3 = 1,67, bei Meyer (3. Diagramm) 43/13 = 3,31. Eine – meiner Meinung nach – interessante Frage ist nun, bei welcher Steineanzahl zwischen 3 und 32 der besagte Quotient bei der Problemart freiwillige Mattsetzungen maximal ist. Es ist überhaupt nicht gesagt, dass Meyers Konstruktion den größtmöglichen Effizienzwert hat. Nach meiner Untersuchung ergibt sich ein größerer Effizienzwert bei einer Verwendung von 7 Steinen (32 Mattsetzungen, Effizienz = 4,57). Wer das bestätigen oder gar toppen kann, bekommt satte 10 Punkte zusätzlich aufs Dauerkonto.

Nun aber endlich zu MMM 23:

23. Aufgabe: Max Witte, Urdruck

Konstruiere mit 5 Steinen ohne Umwandlungsfiguren eine legale Stellung, in der es ein Maximum an freiwilligen Mattzügen gibt. Umwandlungszüge zählen nicht.

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